Der beste Krawattenknoten ist nicht der komplizierteste. Er muss zu Kragenweite, Krawattenstoff, Körperproportion und Anlass passen.
Four-in-Hand – der einfache Knoten
Der Four-in-Hand ist schlank, leicht asymmetrisch und besonders vielseitig. Das breite Ende wird einmal um das schmale geführt, von hinten durch die Halsschlaufe und anschließend durch die vordere Schlaufe gezogen. Er funktioniert mit den meisten Kragen und eignet sich besonders für Krawatten mit etwas kräftigerem Stoff.
Der doppelte Knoten
Beim doppelten Knoten wird das breite Ende zweimal um das schmale geführt. Dadurch gewinnt der Knoten Volumen, ohne so symmetrisch und groß wie ein Windsor zu werden. Er passt gut zu feineren Krawatten und mittelbreiten Kragen. Bei sehr dicken Stoffen kann er schnell zu massiv wirken.
Der Windsor
Der volle Windsor bildet ein breites, symmetrisches Dreieck und verlangt Platz. Er gehört zu weit geöffneten Kragen und eher feinen Krawatten. Beide Seiten werden nacheinander über die Halsschlaufe aufgebaut, bevor die Vorderseite geschlossen wird. Der Knoten soll genau zwischen den Kragenschenkeln sitzen.
Der letzte Zentimeter
- Die Spitze der Krawatte endet ungefähr an der Gürtelschließe.
- Der oberste Hemdknopf bleibt geschlossen.
- Ein kleiner Dimple unter dem Knoten gibt der Krawatte Tiefe.
- Knoten und Kragen dürfen einander nicht verdrängen.
- Nach dem Tragen den Knoten immer vollständig lösen.
Ein guter Knoten wirkt selbstverständlich – auch wenn seine Vorbereitung etwas Übung verlangt.
Dieser Beitrag stammt aus dem Suitcon Archiv und wurde 2026 sprachlich, fachlich und redaktionell überarbeitet.




